meine wanderung nächtens oder 10 dinge … second try

song | the silence of the fan
mood | facking tired


1-notiz an sich selbst: cola und standard passen definitiv nicht zusammen. es sei denn, man nöchte versehentlich und vorbehaltlich die hütte abfackeln

2-wenn in der ohnehin wunderbar beheizten bim jemand, der aufgrund vermuteten übermäßigen alk-genusses bereits so vorgeglüht ist, daß er meint, das geruchslevel auf ein maximum zu bringen … und das nicht nur neben einem, sondern auch noch quasi in der mitte der bim

3-wenn man entzückt feststellen kann, daß in einer vollen u6 der geräuschpegel einer gruppe neben einem locker denselbigen eines konzertes auf der insel übertrifft

4-man mit einer gewissen stillen genugtuung sehen kann, daß selbst die üblichen verdächtigen mittlerweile ausgesperrt werden und nur mehr ein 0815-standard-bütü-dasein fristen können.
und noch erstaunter feststellt, daß s.l. anscheinend auch hin und wieder manche party nüchterner verläßt, als man angenommen hätte.


5-wenn man mit freudiger hochstimmung den nachtbus kommen sieht, man selbst noch auf der anderen straßenseite ist und er einem sowas von genau vor der nase wegfährt

6-wenn man beim zu-fuß-gehen zur nächsten station, nachdem man am fahrplan feststellte, daß ein anderer in eienr viertel stunde käme, eine gruppe männer passiert, von der man gefragt wird wie es einem geht. und auf die erwiderung ‘bescheiden’ mit eindeutiger handgeste von einem darum gebeten wird, seinen freund anzusehen, er sei noch nicht verlobt.

7-man während des gesamten weges bis zur alser straße und noch weiter nichts besseres zu tun hat, als sein virtuelles gegenüber mit sms zuzuspammen, auf daß man nicht vor langeweile oder müdigkeit oder sonstwas ins nirvana hinübergleitet

8-man aus langeweile unter t-zones nachsieht, wie das match heute abend ausging und sich mehr als nur wundert wie es möglich war, daß die heimischen komiker frankreich 3-0 geschlagen hatten – aber bei der em ein trauerspiel ablieferten

9-man in der haltestelle josefstädter straße eine u6 stehen sieht, die gerade im begriff ist, wegzufahren, man selbst aber im bus ist

10-in der alser straße unter der brücke stehend auf die anzeige-tafel starrt und überlegt, nimmt man den nachtbus – der am ende nicht kam, und der nächste angekündigt wurde – oder doch die bim

11-man feststellen darf, daß amerikanische serien über high-school/college-leute anscheinend wirklich ein abbild der wirklichkeit sind – und man eben jener mehr oder weniger unfreiwillig aus reiner langeweile eine weile zuhörend, sich nach einiger zeit – etwa drei haltestellen später – ernsthaft fragt, ob man tatsächlich das falsche geschlecht hat

12-man letzten endes die bim verläßt, nur um von einem schwall kälte getroffen zu werden, der leicht auch in oktober hätte sein können. eine knappe dreiviertel stunde vorher fragte man sich noch, ob man nicht den pulli besser doch hätte zu hause lassen sollen

13-man nicht umhin kann, dem verzierer eines hcs-plakates rechtzugeben, was seine dazugekritzelte frage angeht bezüglich des blauen armbandes

14-man beim überqueren der straße feststellt, daß der bus, der eigentlich kurz vor der bim auf der alser hätte sein sollen, mysteriöserweise an der endstation steht und im begriff ist, loszufahren. nicht, daß man jetzt wirklich wissen will, wo der auf einmal so herkommen könnte

k, waren wohl ein paar mehr als zehn, never mind.


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