am i bovvered? am i? … aka fellneristische erleuchtungen, part de seconde

song | bloodhound gang – the bad touch
mood | ‘my head is killing me’

einkaufen ist toll, an der kasse in einer schlange warten noch toller. besonders dann, wenn der vorgänger etwas kaufen möchte, das zwar billiger scheint, weil im angebot – nur scheint das der auf dem produkt befindliche barcode noch nicht so ganz gerafft zu haben. man steht da, dreht däumchen und langweilt sich. der blick fällt auf die heutige zeitung. oh, toll, werbung ist der erste gedanke, während man sich durch das ‘zugegebene’ von aon kämpft. bleibt kurz bei der liste der kanäle stehen, die man mit aon-tv bekommt, und ist einmal mehr ob der knickerigen auswahl enttäuscht. was soll ich mit premiere? de? guh.

bis mein gelangweilter blick zur seite fällt auf die titelseite und ich städte planen handy-verbot lese. untertitel: ‘in den öffis. in cafes. in den schulen. in büros.’ zum glück war ich an der reihe, da das problem meines vorgängers an der kasse gelöst war. sonst hätte ich vermutlich nicht nur einen ziemlich … äh … leisen? lachanfall bekommen. sicherheitshalber sehe ich noch mal aufs datum, um mich beiderseitig zu versichern. nein, der erste april war schon. und der sommer hat auch noch nicht begonnen. vorgezogene saure-gurken-zeit? war mein nächster gedanke. möglich, aber wohl noch weniger wahrscheinlich.

während ich auf dem heimweg war, wanderten meine gedanken weiter. mal wieder. und damit die frage, was macht dann ein dorfpolizist aus tirol mit seinen innigsten träumen? oder ist das ein versuch sie zu erreichen? genau, wir besiegen diese pöhsen terroristen, indem wir das telefonieren verbieten. weil, wie sollen sie sie dann verbindend kommunizieren. genau². keine flugzeuge, keine telefone, kein internet, kein … mom … keine zigaretten? wtf? kein alk? he, wo sind wir? nicht auch noch mein ehrlich und sauer verdientes … koffein???

andererseits, akustische umweltverschmutung. in der tat.
wie war das noch mal mit den beiden omis, die sich darüber unterhalten, was sie gestern gegessen haben, wegen was für wehwehchen sie beim arzt waren, usw. das winzige gör, das anfängt zu kreischen und nicht mehr aufhört, trotz dunkelrotem kopf und allem möglichen bemühen der mutter. das pärchen, das lautstark die trennung ihrer beziehung vollzieht, mit worten, die man eigentlich … man sich wundert woher die kommen. der haufen schulkinder, die gruppenweise herumhängen und sich über gott allein weiß, was unterhalten. der extrem illuminierte, der selbstgespräche führt über den tieferen sinn des lebens und die welt an sich. der sandler, der einfach nur planos vor sich hinschreit, worte aus dem zusammenhang. die gruppe kindergarten-kinder, die schrill kreischend herumalbern. zwei junge mädchen, die sich über ihre typen unterhalten, dabei öfters in ziemlich hohen tönen. drei türkinnen, die sich intensiv über ihre familie streiten. zwei jugoslawinnen, die lautstark über ihre kinder reden.
und da regt sich wer über handy-telefonierer in der öffentlichkeit auf?

wärs nicht einfacher, wir verbieten die menschen selbst? allein schon die menge an problemen, die damit gelöst wären … aber gut … vielleicht tuts das hier auch schon … als anfang.


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